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Knauf Kurt, easy-tape, Glasfaserband oder gar kein Fugendeckstreifen?

Trockenbauwände und deren Unterkonstruktion oder anschließende Bauteile sind abhängig von verschiedenen Faktoren immer mal wieder in Bewegung. Das kann bei den Plattenstößen, also dort, wo die Gipskartonplatten aufeinandertreffen, zu Rissen in der Spachtelung führen.

Um genau das zu verhindern, bzw. nicht sichtbar werden zu lassen, gibt es sogenannte Fugendeckstreifen (auch Bewehrungsstreifen oder Gazeband). Dabei gibt es aber natürlich nicht nur einen Typ, das wäre ja zu einfach. Zudem stellt sich die Frage, ob bei der „richtigen“ Spachtelmasse, ein Bewehrungsstreifen überhaupt notwendig ist.

Fugendeckstreifen: notwendig oder nicht?

Als Spachtelmasse verwenden wir bei uns komplett Knauf Uniflott, diese lässt sich auch für uns Laien sehr gut verarbeiten. Hinzu kommt, dass Uniflott kunststoffvergütet ist und laut Hersteller keinen Fugendeckstreifen benötigt. Die Kunststoffvergütung macht die Fugenspachtelmasse selbst elastisch.

Jetzt bin ich aber bei Recherchen darauf gestoßen, dass viele Handwerker trotz Uniflott dennoch einen Bewehrungsstreifen einsetzen. Das hat wohl zum Teil auch Garantiegründe. Wenn doch mal Risse entstehen sollten, haben sie zumindest fachlich korrekt gearbeitet…

Für uns war das aber Grund genug, ebenfalls nicht auf ein Fugenband zu verzichten.

Fugendeckstreifen: Aber welchen?

Im Wesentlichen gibt es drei Typen:

  • Glasfaserstreifen
  • Papierstreifen
  • Gitterstreifen

Bei den normalen Varianten müsst ihr zunächst ein Spachtelbett auf die Fuge auftragen und dort das Fugenband einarbeiten. Es gibt aber auch Bänder, vor allem mit Gitter, die selbstklebend sind.

Glasfaserstreifen

Glasfaserstreifen sind der Klassiker. Diese lassen sich recht gut verarbeiten, man muss allerdings darauf aufpassen, dass man mit dem Glätter, dem Spachtel oder beim Schleifen den Streifen nicht kaputt macht, das Gewebe ist nur sehr dünn. Dadurch sind Glasfaserstreifen aber leicht und können auch an Decken gut eingesetzt werden.

Papierstreifen

Der bekannteste Vertreter ist der Kurt von Knauf. Diesen haben wir als erstes ausprobiert, da er quasi das Premiummodell ist. Er ist sehr stabil, ca. einen halben Millimeter stark, und wirkt damit am robustesten. In der Verarbeitung ist er längst nicht so leicht kaputt zu bekommen, wie ein Glasfaserstreifen.

Allerdings ist die Verarbeitung an Decken wirklich schwierig. Der Knauf Kurt hat ein recht hohes Eigengewicht und so braucht man schon eine sehr „festes“ Spachtelbett, damit einem der Streifen nicht direkt wieder von der Decke fällt, wenn man längere Bahnen damit macht. Auf kurzen Strecken ist das weniger ein Problem.

Selbstklebende Gitterstreifen

Ein großer Pluspunkt an Decken, ist die selbstklebende Eigenschaft von vielen Gitterstreifen. Hier muss man nicht erst ein Spachtelbett herstellen und dann zügig weiterarbeiten. Einfach erst einmal aufkleben und dann in Ruhe spachteln. Wir haben Knauf easy-tape ausprobiert.

Fazit

Wir setzen wie geschrieben, trotz Uniflott überall Fugendeckstreifen mit ein. Die selbstklebenden Gitterstreifen finde ich persönlich zum überspachteln nicht so super. Knauf Kurt macht zwar einen sehr stabilen Eindruck, aber gerade die Arbeit an langen Deckfugen ist sehr schwierig. Letztendlich sind wir damit beim Glasfaserband geblieben. Das ist zudem am günstigsten.

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